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Motivation: Das Selbstgespräch (Teil1)
Der Kampf ums Durchhalten wird im Kopf geführt

Mittwoch, 14.02.2007

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Das menschliche Gehirn kann keine unbegrenzten Informationsmengen verarbeiten. Die Verarbeitung von aufgenommen Informationen erfolgt in Gedanken die dem Handeln vorrausgehen, es begleiten und ihm folgen. Diese Gedanken kommen oft in Form von Selbstgesprächen zum Ausdruck. Oft sind sie einem gar nicht bewusst sondern erfolgen „automatisch“.

In Selbstgesprächen werden Pläne für das eigene Handeln formuliert, Anweisungen gegeben, Gedanken geordnet oder das eigene Handeln kommentiert.

Über die Bedeutung von Selbstgesprächen im Sport berichteten MAHONEY und AVENER im Jahre 1977. Die Wissenschaftler verglichen Athleten, die sich für die olympischen Spiele qualifiziert hatten mit solchen die sich nicht qualifiziert hatten im Hinblick auf ihre Selbstgespräche, vor, während und nach den Qualifikationen und stellten fest, dass die Qualifizierten vornehmlich positive Selbstgespräche führten während die Nicht-Qualifizierten eher negative Selbstgespräche geführt hatten. Einen weiteren Beweis für die Möglichkeit der Aktivierung von Leistungsreserven mit Hilfe von Selbstgesprächen liefert HANNES LINDEMANN (1975) der zweimal den Atlantik überquerte: in einem Einbaum und einem Faltboot.
Ein halbes Jahr vor Beginn der Unternehmung begann er sich dreimal am Tag den Satz „ich schaffe das!“ einzuhämmern. Zusätzlich versuchte er abends vor dem Schlafengehen sein Unterbewusstsein zu aktivieren um im Traum eine Antwort auf die Frage „Ist dieses Unternehmen gerechtfertigt. Schaffe ich es?“ zu finden. Laut eigener Aussage glaubte er nach einigen Monaten ein „Sicherheitsgefühl“ als Antwort zu bekommen. Dieses Gefühl, so Lindemann, sei bei vorherigen Fahrten nicht vorhanden gewesen. Diese Fahrten waren gescheitert.

Nach dem Erhalt des „Sicherheitsgefühls“ begann er sich andere Sätze einzuprägen („Du schaffst das!“, „Hilfe brauchst du nicht!“, „Bleib auf Kurs!“) Lockrufe die eine bequemere Zukunft versprachen, sollten an dem so gestählten Unterbewusstsein abprallen.

Der Kampf ums Durchhalten wird also im Kopf geführt. Wer aufgibt, gibt zuerst im Geiste auf, dann bricht der Körper ein.

Es ist daher im Bodybuilding wichtig die eigenen Selbstgespräche zu regulieren!

Den zweiten Teil findet ihr hier



Begleitbeitrag im Bodybuilding Forum


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