Frontdrücken

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Frontdrücken

Beitragvon DanP » 14. Mär 2007, 22:23

hi leute, ich wollt euch was zum thema frontdrücken fragen.und zwar wie weit lasst ihr die hantel herab.früher hab ich sie nur bis kurz unter die waagerechte des oberarms abgelassen, heute aber ´bis zum mund bzw fast kinn (sitz aber auch leicht zurückgelehnt, aber nur leicht). letztens meinte einer zu mir dass es zu sehr auf die gelenke gehe. stimmt das und wie hoch ist die belastung???
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Beitragvon Jupp » 14. Mär 2007, 23:16

ja das stimmt.

Beim Frontdrücken liegt das Problem für die Bänder vor allem in der letzten Phase der Bewegung, wo das Gewicht von vorne nach hinten zum Körperschwerpunkt geführt wird. Dadurch entsteht, wie beim Nackendrücken, eine hohe Spannung auf die vorderen (glenohumeralen) Bänder und ein erhöhtes Risiko für Subluxationen durch die erweiterte Aussenrotation.

Sobald man also nach der Schonphase wieder schmerzfrei ist, sollte man sich erst wieder langsam ans Frontdrücken heranwagen. Zunächst trainiert man die Schultern mit Isolationsübungen wie KH-Frontheben und Seitheben, geht dabei aber niemals über die Horizontale (90° Flexion bzw. Abduktion) hinaus. Dann kann man langsam auf Frontdrücken mit eingeschränktem Bewegungsumfang umsteigen. Die Bewegung beginnt dabei in Höhe der Stirn, der Umfang der Drückbewegung wird sukzessive aber langsam gesteigert. Grundvoraussetzung ist wie immer die Schmerzfreiheit! Zuletzt kann man wieder mit voller ROM trainieren, vorzugsweise an der Multipresse. Das widerspricht zwar der allgemein gültigen Regel, den Gelenken durch Freihanteltraining ihren eigenen Bewegungsablauf zu gewähren, man vermeidet dadurch aber die Rückwärtsbewegung der Hantel und somit die ungünstige Spannung auf die vorderen Bänder. Auch die Teilwiederholungen (mit eingeschränkter ROM) werden an der Multipresse ausgeführt [15].


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Beitragvon DanP » 15. Mär 2007, 11:35

danke für die schnelle antwort, ich machs ja auch an der multipresse. also wenn ich keine schmerzen habe is bis zum zum kinn ok, hab ich das richtig verstanden?
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Beitragvon Jupp » 15. Mär 2007, 16:46

Genau.

Denk immer daran Narzissmus ist beim Schultertraining komplett fehl am Platz!

Lieber mal einen gang zurück schalten als chronisch die Schulter zu verletzen.

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Beitragvon al » 17. Mär 2007, 12:24

"frontdrücken" verstehe ich als gegensatz zum nackendrücken.
z.b. in der ausführung "military press", bei der der oberkörper gerade bleibt, und nur mit den armen ausgedrückt wird. häufiger angewendet das drücken aus ständern (ständerdrücken) mit mehr oder weniger körpereinsatz. das schwungdrücken mit einem kurzen anschwung aus den beinen, die füße halten aber kontakt mit dem boden. die position der hantel vor dem drücken sollte in allen fällen da sein, wo sie auch nach dem umsetzten wäre, auf dem schlüsselbein. bei leuten mit stark verkürzter muskulatur, z.b. vom bankdrücken, darf die hantel auch nur mit den armen gestützt werden. nach einigen trainingseinheiten stellte sich aber auch bei diesen leuten die richtige haltung ein.

ganz grundsätzlich, von den gewichthebern lernen, heißt besser werden. denkt euch nicht immer wieder übungsausführungen aus, die es nicht gibt, bzw. geben sollte.

nur weil eine ausführung beim ersten mal ein wenig "zieht" bedeutet das nicht, daß sie schädlich für die gelenke ist. wenn sie einmal sitzt, sind diese bewegungsableufe optimal und körperschonend.

merke: "die mcfit-prinzipien lauern überall"
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